Historie 2016-2026


2016
Bei der Generalversammlung 2016 wird beschlossen, erstmals ein Adlerschießen für die Ermittlung des Kinderkönigs auszutragen. Seitdem findet diese Veranstaltung zusammen mit dem Sommeradlerschießen statt. In diesem Jahr gelingt es dem amtierenden Garreler König Karl Rolfes in Markhausen, Bezirks- und Landesbezirkskönig OMH zu werden, der bisher einzige in der Vereinsgeschichte.
Erster Kinder-Adlerkönig wird Lukas Ewen.
Den erfolgreichen Königsschuss 2016 landet nach einem spannenden Schießkrimi Manfred Diek, der seine Frau Elisabeth zur Königin macht.

Von links nach rechts: Stellv. Kompanieführer Reinhard Tönnies, Ehrendame Jennifer Lüchtenborg, Nebenkönigspaar Silvia und Lothar Pleye, Königin Elisabeth und König Manfred Diek, Nebenkönigspaar Ulla und Werner Kuper, Ehrendame Katharina Diek, Adjutant Frank gr. Hillmann.
Romfahrt 2016
2016 ist ohnehin schon in vielerlei Hinsicht ein bewegendes Jahr mit großen Erfolgen und einigen Neuerungen, doch steht in diesem Jahr auch die gemeinsame Romwallfahrt mit der Garreler Kirchengemeinde an. Nach einer großen Versammlung, auch um Interesse zu wecken, sind die Garrelerinnen und Garreler aufgefordert, sich anzumelden. Alle, die als Schütze mitfahren wollen, müssen dann jedoch auch ihre Uniform mit Hut und allen Auszeichnungen mitnehmen. Ein vielfältiges Rahmenprogramm führt die Gruppe durch die gesamte heilige Stadt und in weitere italienische Orte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schützengruppe erhalten für diese Fahrt den sogenannten Romfahrer-Orden.
Ein besonderes Highlight ist für alle Beteiligten schließlich der gemeinsame Einzug in den Petersdom mit anschließendem Gottesdienst. Die Schützenschwestern und Schützenbrüder präsentieren sich in herausgeputzter Uniform und bester Stimmung.

Durch ein großes Spalier von Gästen und Touristen zieht die Gilde daraufhin in vollem Ornat in den Petersdom ein.




Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften gewährt dem ältesten Teilnehmer einer solchen Reise die Verleihung des sogenannten Anno-Santo-Kreuzes als Erinnerung an die gemeinsame Romfahrt. Das wertvolle Kreuz kann von ihm / ihr getragen werden, bleibt aber im Besitz der Gilde.
Als wesentlichem Organisator und Betreiber der Reise reift schon bald der Plan, diese besondere Auszeichnung dem Präses der Gilde, Pfarrer Paul Horst, als Dank und Anerkennung für die Hilfe und Organisation der Fahrt zukommen zu lassen. Bei der Verleihung zeigt sich Präses Paul Horst tief bewegt und dankbar.

2017
Die Generalversammlung 2017 befasst sich insbesondere mit dem Rückblick auf die Romfahrt und eine umfangreichere Satzungsänderung. Für den Hauptvorstand sollen künftig Beisitzer gewählt werden können. Außerdem werden der Präsident, der Kommandeur und sein Adjutant dem geschäftsführenden Vorstand angegliedert. Die Versammlung stimmt dieser Änderung einstimmig zu. Der Mitgliedsbeitrag wird auf 40€ erhöht, vor allem auch, da umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Schießhalle anstehen, u. a. an der Toilettenanlage, im Keller und beim Thema Möblierung. Erstmalig wurden zum Abschluss der Versammlung alle drei Strophen des „Oldenburger Liedes“ angestimmt. Neue Vordrucke wurden im Vorfeld verteilt.
Bei den Wahlen wird der stellv. Brudermeister Herbert Holthaus wiedergewähltr. Neuer stellv. Schriftführer wird Martin Lanfermann, neuer stellvertretender Kassierer Sascha Valenta. Daneben werden nun erstmals Beisitzer aufgenommen: Franz-Josef Koopmann und Kerstin Böckmann. Neuer stellv. Schießmeister wird Dieter Göken.
Die Königswürde 2017 erringt Andreas Looschen mit seiner Königin Michelle.

Oben von links nach rechts: Kompanieführer Maik Jungmann, Nebenkönigspaar Christine und Thomas Behrens, Nebenkönigspaar Christine und Oliver Högemann, Adjutant Frank gr. Hillmann. Unten: Königin Michelle Aumann und König Andreas Looschen.
2018
Zweite Königin der Gilde wird 2018 Sabine Otten mit ihrem Prinzgemahl Reinhard.

Von links nach rechts: Nebenkönigspaar Anja und Ralf Meiners, Königin Sabine Otten und Prinzgemahl Reinhard Otten, Nebenkönigspaar Marion und Jürgen Helmdach.
Für seine Verdienste wird Kommandeur Willy Mechelhoff im Zuge des Schützenfests zum Generalfeldmarschall befördert, dem höchsten Dienstgrad, den die Gilde vergeben kann.

Doch das war nicht der einzige große Auftritt, den der Kommandeur in diesem Jahr hat. Im Mai 2018 keimen angesichts des 25-jährigen Jubiläums des Bundesfests 1993 in Garrel und dem 70-jährigen Geburtstag des Präses‘ Pfarrer Paul Horst Überlegungen, ob nicht beides geeignete Anlässe seien, eine besondere Veranstaltung stattfinden zu lassen. Schnell bildet sich eine kleine freiwillige Gruppe aus dem erweiterten Vorstand, die dann auch losfährt und sich Zapfenstreiche im Umkreis ansieht. Diese aus dem preußischen Militär stammende Tradition bietet sich besonders an, um verdiente Personen öffentlich zu ehren.
Die Verbindung zum Musikverein ist in dieser Sache schnell geknüpft, doch für so ein Vorhaben braucht es weitere musikalische Unterstützung. Kurz darauf sagt auch die Feuerwehrkapelle Cloppenburg zu. Am geplanten Termin, dem 15. September 2018, hat Präses Paul Horst passenderweise tatsächlich Geburtstag.
Bei der Planung und den drei Übungsterminen herrscht neben der Vorfreude allerdings auch eine gewisse Strenge, denn Vorgabe ist: Teilnehmen darf nur, wer tatsächlich an allen Übungen dabei ist. Josef Berkemeyer kümmert sich schließlich (neben vielem anderen) um die Fackeln, stiftet diese auch. Den eigentlichen Plan des Großen Zapfenstreiches arbeitet Musikvereinsmitglied Christoph Otten engagiert und detailliert aus.

Unter der Leitung des Generalfeldmarschalls Willy Mechelhoff findet dann wie geplant am 15. September 2018 der Große Zapfenstreich zu Ehren des 70. Geburtstages des Präses zusammen mit dem Musikverein Garrel und der Feuerwehrkapelle Cloppenburg statt. Zuvor finden sich einige hundert Zuschauerinnen und Zuschauer ein, die der Veranstaltung gespannt folgen. Zur Eröffnung des Spektakels bei Einbruch der Dunkelheit unterstützen die Kanoniere aus Lenzen. Als dann die Formation mit dem Großen Zapfenstreichmarsch im Fackelschein auf den Platz marschiert, herrscht gespannte Stille.

Ohne Fehler wird das ganze Zeremoniell unter perfekten Meldungen und Befehlen Willy Mechelhoffs abgehalten. Nicht selten zeigt sich in diesen Minuten ein ergriffener Präses Paul Horst neben der Königin Sabine Otten, dankbar für diesen einmaligen Moment, der wohl kaum einem anderen Geistlichen in der Geschichte der Schützengilde Garrel zuteilwurde. Nicht selten hört man noch heute sagen, dieser Zapfenstreich sei mit denen der Bundeswehr ebenbürtig gewesen.


Zur Stärkung spenden Josef Berkemeyer und Gerd Göken hinterher Freibier in der Schießhalle, wonach noch viele Schützenschwestern und Schützenbrüder zum parallel stattfindenden Freimarkt strömen.

2019
2019 bedeutet für die St.-Johannes-Schützengilde einen Umbruch im Vorstand: Franz Breckweg wird neuer Brudermeister der St.-Johannes-Schützengilde, Gerd Göken nach 24 Jahren im Vorstand Ehren-Brudermeister und Jörg Behrens neuer Kommandeur in Nachfolge Willy Mechelhoffs.

Neuer Kassierer wird Sascha Valenta, sein Stellvertreter Burkhard Willenborg. Stefan Meyer (Schriftführer), Carsten Looschen (Schießmeister), Sonja Krogmann (Jugendschießmeisterin) und Frank gr. Hillmann (Adjutant) werden wiedergewählt, wie auch die stellv. Schießmeister Jörg Behrens, Michael Berger, Bernd Westerkamp und Dieter Göken. Auch die stellv. Jugendschießmeister Stefan Kuhlmann, Tanja Oltmann, Christian Neher, Monika Brinkmann, Andrea Behrens, Daniela Meyer, Anika Nienaber und Frank Rolfes werden wiedergewählt, neu kommt Andre Kuhlmann dazu. Medienbeauftragter Reinhold Neher wird im Amt bestätigt. Als Fahnenträger werden Heiko Otten, Günter Behrens, Heinz Blanke, Martin Behrens, Bernd Blanke und Klaus Lohmann gewählt. Präsident August Nordenbrock bleibt im Amt.
Daneben beteiligt sich der Verein mit vereinten Kräften und vielen Helferinnen und Helfern an der 72-Stunden-Aktion des BDKJ. Neben dem Bau der Kriegergedächtniskapelle 1950 war der Schützenverein auch wesentlich an den Renovierungen 1975 und in den 1990er-Jahren beteiligt. Der Eingangsbereich der Kapelle, in der an die Gefallenen Garrels in den Kriegen gedacht wird, war nach vielen Jahrzehnten optisch in die Jahre geraten und zeigte auch teilweise Bruchstellen an den Fliesen.

Dementsprechend war es der Gilde eine Herzensangelegenheit, bei der Sanierung der Kapelle zu helfen, inklusive schwerem Gerät und viel handwerklichem Know-How.



Das Ergebnis spricht für sich: Heute zeigt sich der Eingangsbereich der Kapelle neu renoviert in hellen Tönen und inklusive Rampe, beispielsweise für Rollstühle.
2019 ist auch das Jahr der neuen Königskette, die der Goldschmiedemeister Peter Goeth überbringt. Königin Sabine Otten ist die erste Trägerin nach der Einsegnung durch Präses Pfarrer Paul Horst in der Kirche. Nähere Informationen zu diesem wichtigen Gegenstand des Schützenwesens in Garrel finden sich im Kapitel zur Geschichte der Königskette
Neuer König 2019 wird Adolf Bremer, der zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht ahnte, dass er drei Jahre im Amt bleiben würde.

Von links nach rechts: Ehrendame Christine Helm, Nebenkönigspaar Detlef und Regina Bremer, König Adolf mit Königin Birgit Bremer, Nebenkönigspaar Bernd und Jutta Grimme, Ehrendame Laura Bremer.
2020
Die sonst stets im März stattfindende Generalversammlung der Garreler Schützen war eine der ersten Veranstaltungen, die 2020 der schnell einsetzenden Corona-Pandemie zum Opfer fiel. Das gesellschaftliche Leben war stark eingeschränkt, größere Ansammlungen waren kaum erlaubt. So hält der stellv. Brudermeister Herbert Holthaus in seinem Bericht auf der Generalversammlung 2021, ein Jahr später, fest: „Geprägt waren die Jahre 2020 und 2021 von der weltweiten Corona-Pandemie, die auch in der Schützengilde das Vereinsleben zum Stillstand kommen ließ.“ Diese Versammlung fasste also im Nachhinein beide Jahre, 2019-2020 und 2020-2021, zusammen.
Auch das Schützenfest 2020 fiel der Pandemie zum Opfer, sodass man sich nur auf Abstand zu einem Gottesdienst traf.

2021
Bei den Wahlen 2021 werden Herbert Holthaus (stellv. Brudermeister), Martin Lanfermann (stellv. Schriftführer), Burkhard Willenborg (stellv. Kassierer) und die Beisitzer Franz-Josef Koopmann und Kerstin Böckmann wiedergewählt.
Leider war auch im August 2021 die Corona-Pandemie noch nicht überwunden. Vorstand und Verein wollten es sich jedoch nicht nehmen lassen, zumindest unter geltenden Bedingungen gemeinsam zu feiern. Und so fand eine Art „Mini-Schützenfest“, eine Schützenfestfete, im Biergarten bei Ernst Kemper statt. Man merkte den Schützenschwestern und Schützenbrüder an, dass es ihnen schwerfiel, auf ihr geliebtes Schützenfest verzichten zu müssen. So war es immerhin möglich, eine Art Frühschoppen mit Grußworten, Ehrungen und manchem kalten Getränk durchzuführen. Auch der Musikverein ließ es sich nicht nehmen, den Rahmen musikalisch zu gestalten, sodass „Dreijahreskönig“ Adolf Bremer sogar ordnungsgemäß die Front abschreiten konnte.

Paul Lüken wurde in diesem Zusammenhang für 70 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt.

2022
Auch zwischen 2021 und 2022 konnten aufgrund der weiter grassierenden Pandemie kaum Schützenveranstaltungen abgehalten werden. Die Mitgliederzahl sinkt auf 1354. Trotzdem geht das Vereinsleben, so gut es geht, weiter, sodass die Gilde im Herbst 2022 auch den OM-Familientag in Garrel unterstützt.
Im Jahr 2022 wird das Schützenfest erstmals im neuen Festzelt von Otto Kühling gefeiert. Ernst Kemper bleibt Festwirt, den Adler schießt Rolf Timmen aus dem Horst.

Von links nach rechts: Nebenkönigspaar Hedwig und Herbert Weinzettl, Königin Heike mit König Rolf Timmen, Nebenkönigspaar Kerstin und Sven Woortmann.
2023
Die Generalversammlung 2023 kann einen Anstieg der Mitgliederzahl auf nun 1387 verzeichnen. Dort wird auch eine Satzungsänderung beschlossen, die den (vorübergehenden) Entfall der Gemeinnützigkeit und die Größe des geschäftsführenden Vorstands betrifft. Dieser verkleinert sich nun wieder auf acht Personen. Präsident und Kommandeur werden dem erweiterten Vorstand angegliedert, die Posten der Beisitzer gestrichen.
Bei der Wahl tritt Herbert Holthaus nicht wieder als stellvertretender Brudermeister an. Er wird zum Ehren-Vorstandsmitglied ernannt. Ihn beerbt Stefan Meyer, dessen Posten als Schriftführer nun Sabine Otten übernimmt.

Brudermeister Franz Breckweg wird wiedergewählt, wie auch Sascha Valenta (Kassierer), Carsten Looschen (Schießmeister), Sonja Krogmann (Jugendschießmeisterin), Jörg Behrens (Kommandeur), die stellv. SchießmeisterJörg Behrens, Bernd Westerkamp, Dieter Göken und Norbert Brinkmann, die stellv. Jugendschießmeister Stefan Kuhlmann, Tanja Oltmann, Christian Neher, Monika Brinkmann, Andrea Behrens, Anika Nienaber und Andre Kuhlmann, Internetbeauftragter Stefan Meyer und die Fahnenträger Heiko Otten, Günter Behrens, Heinz Blanke, Bernd Blanke und Klaus Lohmann. Auch Präsident August Nordenbrock wird erneut im Amt bestätigt.
Neu dazu kommen außerdem Adjutant Niklas Standt, Dr. Christoph Penning als Medienbeauftragter und Timo Högemann als Steuerbeauftragter. Die Reihe der Fahnenträger wird um Johannes Speckmann und Michael Rolfes erweitert. Nach viele Jahren als Obmann des Kinderkönigsschießens hat Clemens Nording seinen Job nun an Detlev Göken weitergegeben. Einige Jahre nach dem gescheiterten Versuch des generellen Rauchverbots in der Schießhalle liegt nun erneut ein solcher Antrag vor, der dieses Mal auch durchgeht: 118 Personen stimmen dafür, 31 dagegen, 6 enthalten sich. 2023 beteiligt sich die Gilde auch mit einer Spielstraße am Pfarrfest der Kirchengemeinde.

Beim Sommeradlerschießen gewinnt Michael Schaub, der zu diesem Zeitpunkt schon als Königsanwärter feststeht.

Ein gutes Omen, wie sich ein paar Tage später zeigt: Er erringt auch die „große“ Königswürde.
Von links nach rechts: Nebenkönigspaar Ulla und Herbert Holthaus, Königin Kristin mit König Michael Schaub, Nebenkönigspaar Stefanie und Roman Backhaus.
Das Schützenfest 2023 bot auch sonst Seltenheitswert, denn dort war es nur knapp gelungen, vor einem kräftigen Gewitterschauer zu fliehen. Es goss allerdings so stark, dass man auch im Festzelt Regenschirme brauchte.
Das Schützenfest 2023 bot auch Anlass, die neuen Schüler- und Jugendprinzenketten zu segnen. Das Kapitel zur Jugendarbeit setzt sich damit genauer auseinander.

Im Oktober 2023 wird Präses Pfarrer Paul Horst in den Ruhestand verabschiedet. Diese Gelegenheit nutzt die Schützengilde, um sich mit vielen hundert Schützenschwestern und Schützenbrüdern von ihrem langjährigen Weggefährten zu verabschieden. In Anerkennung seiner Verdienste wird er zum Ehren-Präses der Gilde ernannt. Paul Horst ist dem Verein weiterhin sehr verbunden und immer gern gesehener Gast.



2024
2024 ist das Jahr des neuen Kriegerehrenmals in der Garreler Ortsmitte. Pfarrer Jörn Illenseer wird 2024 außerdem zum neuen Präses ernannt.
Außerdem gelingt es der Gilde mit einer erneuten Satzungsänderung, die Gemeinnützigkeit wiederzuerlangen. Allerdings steht auch eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages von 40 auf 60€ an. Ausführlich begründet Brudermeister Franz Breckweg die Änderung, die vor allem durch allgemeine Kostensteigerungen, durch hohe Energiekosten, die Erneuerung der Schießanlage und die erforderliche Hallensanierung inklusive Kernsanierung der Toiletten notwendig geworden ist. Bei 117 Ja-Stimmen zu 3 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen beschließt die Versammlung, diesen Weg mitzugehen.

Beim Schützenfest wird Adelheid Brackland zur Eröffnung für ihr jahrzehntelanges Engagement als Trompetenspielerin auf hunderten Beerdigungen mit der Schützenmusikerauszeichnung in Gold geehrt. Damit ist sie sie eine der wenigen Trägerinnen aller drei Stufen dieses Ordens. Die Schützengilde Garrel ist Adelheid weiterhin zu großem Dank verpflichtet.

Zehn Jahre nach dem letzten großen Fototermin wird der Sonntagmorgen des Schützenfests wieder genutzt, um ein neues Foto des Gesamtvereins zu machen.

Neuer König wird Alfons Abeln aus der Kompanie II Peterswald.

Der Thron 2024, von links nach rechts: Ehrendamen Miriam und Chantal Abeln, Nebenkönigspaar Werner und Ulla Kuper, König Alfons und Königin Elisabeth Abeln, Nebenkönigspaar Sigrid und Andreas Lanfermann, Ehrendamen Jasmin und Isabel Abeln.
2025
Auf der Generalversammlung 2025 wird in besonderem Maße das Engagement vieler Mitglieder bei der Erneuerung der Schießanlage gelobt. Schießmeister Carsten Looschen bedankt sich bei allen Schießmeistern, Schützen und Helfern für über 360 ehrenamtliche Stunden, in denen die neue Schießanlage eingebaut wurde und einige Renovierungsarbeiten vorgenommen wurden. Bei den Wahlen wird Stefan Meyer als stellv. Brudermeister wiedergewählt. Neuer stellv. Schriftführer wird Dr. Christoph Penning, neuer stellv. Kassierer Fabian Schumacher. Matthias Liebl-Tabeling beerbt Stefan Meyer als Internetbeauftragter.


Auch auf dieser Generalversammlung werden, wie üblich, verdiente Mitglieder mit hohen Ehrungen ausgezeichnet. Die Schützengilde verleiht inzwischen drei Verdienstehrungen, die in unterschiedlicher Zahl ausgegeben wurden. Dazu zählt der Garreler Verdienstorden
und das Garreler Ehrenkreuz, eine Ehrung, die sehr selten ist und bisher nur an fünf Personen verliehen wurde: Reinhold Neher (2017), Bernard Heitkamp (2017), Herbert Holthaus (2018), August Nordenbrock (2018) und Gerd Göken (2019).

Neben den eigenen Garreler Auszeichnungen werden zu besonderen Anlässen auch hohe Ehrungen des BHDS verliehen, darunter das Silberne Verdienstkreuz (SVK), der Hohe Bruderschaftsorden (HBO), das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz (SEK)

und das Schulterband zum SEK.

In einem spannenden Stechen, erstmals zwischen zwei Schützenschwestern, holt Daniela Meyer 2025 den Adler aus dem Horst und wird neue Königin.

Von links nach rechts: Nebenkönigspaar Michaela Meyer und Niklas Standt, Königin Daniela Meyer mit Prinzgemahl Stefan, Nebenkönigspaar Nils Pielage und Ann-Christin Standt, Kompanieführer Michael Böckmann.
Daneben wird Paul Lüken für 75-jährige Mitgliedschaft geehrt, eine Auszeichnung, die äußerst selten ist. Nach minutenlangen Standing Ovations berichtet Paul über die Frühphase des Vereins 1950, als die Gilde neu gegründet wurde.
2026 – 150-jähriges Jubiläum
Die St.-Johannes-Schützengilde Garrel steht mit inzwischen 1379 Mitgliedern im Jahr 2026 ganz unter den Eindrücken des 150-jährigen Jubiläums. Im Rahmen der Festvorbereitungen wird auch ein Festorden in geteilter Auflage produziert, 3000 Stück in Silber, 500 Stück in Gold, die sich hoher Beliebtheit erfreuen.


Schon vorab kann man sich mit einem Sonderangebot den silbernen Festorden und die Chronik mit einem Gutschein zu Weihnachten 2025 sichern:
Die beiden Festorden von 1993 und 2000 werden in kleiner Auflage von 500 Stück aufgrund der hohen Nachfrage nachproduziert. Die Firma Stuco gewährt dazu auch kleine Einblicke in die Produktion, bei der immer noch Teile des Prozesses in Handarbeit erledigt werden.

Beim Umbau des Schießhallenkellers, der Anfang 2026 in neuem Glanz, mit neuem Boden, neuer Decke, neuen Wänden und frischen Möbeln strahlt, engagieren sich zwischen 2025 und 2026 einige Mitglieder intensiv und über Wochen hinweg. Dafür werden Fabian Schumacher, Tim Behrens, Bastian Niemöller, Jan Rolfes, Josef Westerkamp und Carsten Looschen bei der Generalversammlung 2026 gebührend geehrt. Auf der Versammlung finden sich auch viele Paten, die die Finanzierung der neuen Stühle und Hocker im KK-Keller übernehmen, sodass alle „Plätze“ an dem Abend schon vergeben werden können.
Im Jahr 2026 sind aktuell neben den beiden BdSJ-Engagierten Christina Ruppersberg und Daniela Meyer weitere Garreler überregional aktiv: Carsten Looschen als stellv. Bezirksschießmeister, Matthias Liebl-Tabeling als Landesbezirksmedienbeauftragter und Timo Högemann als Landesbezirksschatzmeister. Auch ihr Engagement trägt zur Zukunftsfestigkeit der Gilde bei.
Das Jubiläumsfest – prominent an den Außenwänden der Schießhalle mit einem Banner beworben – erstreckt sich im August des Jahres auf zwei Festwochenenden, für die das Festzelt schon eine Woche vorher aufgebaut wird:

Zunächst findet am 26. Juli 2026 das Kaiserschießen mit anschließendem Kinderkönigsschießen statt. Am 14. August 2026 folgt dann das Landesbezirkskönigsschießen in Garrel, mit dem der Verein im Grunde aufwärmt. Schon am Folgeabend, am 15. August, findet der offizielle Festakt mit dem Kaiserball und dem Galaabend im Festzelt statt. Hier wird unter Anwesenheit des ganzen Vereins und benachbarter und befreundeter Vereine, Politik und Verwaltung, nach einem gemeinsamen Gottesdienst und dem Marsch ins Festzelt, Grußworten und Ehrungen, der Kaiser bzw. die Kaiserin inthronisiert. Dem offiziellen Teil mit Unterstützung des Musikvereins Garrel folgt eine große öffentliche Feier.
Am Ende der dann folgenden Schützenfestwoche wird das Garreler Schützenfest in der bekannten Weise gefeiert. Am Montag sind wiederum viele befreundete und benachbarte Vereine eingeladen, um die Festwochen gemeinsam mit der Inthronisierung des neuen Königs bzw. der neuen Königin abzurunden.
Das Jubiläum steht, wenn diese Chronik erscheint, noch bevor, sodass eine Rückschau leider darin keinen Platz finden kann. Die Freude, darüber zu berichten und in Erinnerungen zu schwelgen, überlassen wir künftigen Chronisten.

Das Fest bereitet letztlich im Wesentlichen der Hauptvorstand der Gilde vor, der sich mit dem ganzen Verein auf das Jubiläumsjahr freut und im Jahr 2026 folgendermaßen besetzt ist:
Von links nach rechts: Stellv. Schriftführer Dr. Christoph Penning, Schießmeister Carsten Looschen, Brudermeister Franz Breckweg, Jugendschießmeisterin Sonja Krogmann, Schriftführerin Sabine Otten, stellv. Brudermeister Stefan Meyer, Kassierer Sascha Valenta, stellv. Kassierer Fabian Schumacher.
1 NWZ v. 24.08.2001.
2 Entnahmen aus: NWZ v. 27.08.1994.
